Wir sind zurück von unserer ersten längeren Segeltour mit Naja und sind vollständig begeistert. Ihre ZweiMinus von der Probefahrt wird in eine EinsPlus geändert.
Unterwegs waren wir mit der gut zehn Meter langen und dreieinhalb Meter breiten Bavaria 33 meines Bruders. Für die Nichtsegler sei gesagt, das sich eine Segelyacht dieser Größe in der kurzen Ostseewelle deutlich mehr bewegt als ein PKW bei schneller Serpentinenfahrt und das es beim Segeln unter Deck aufgrund der an den Rumpf schlagenden Wellen zeitweilig auch nicht besonders leise ist.
Naja hat sich unterwegs von ihrer besten Seite gezeigt und hat die Anpassungsfähigkeit des Whippets unter Beweis gestellt.
Wir hatten die meiste Zeit sehr schönes sonniges Wetter mit gutem Wind zum Segeln und haben das auch ausgiebig genutzt. Dabei waren wir bis zu sieben Stunden am Stück unterwegs ohne das dies für Naja ein Problem gewesen wäre. Ihre "Pipi-Intervalle" waren unterwegs eher größer als zuhause, zwölf Stunden waren keine Seltenheit.
Während des Segelns hat sie manchmal unter Deck manchmal auch draussen gelegen und hat bei Schräglage jeweils kurze Zeit nach der Wende die Seite gewechselt um nicht ins Rutschen zu kommen. Am letzten Tag gab es einen Kreuzkurs auf dem wir alle 20 Minuten gewendet haben, da hat sie schon mal etwas genervt aus ihrer Box geschaut.
Wirklich schlafen konnte Naja beim Segeln nicht, meist hat sie nur gedöst und war dann beim Erreichen des Hafens unsagbar müde.
Auch das Hafenleben mit dem Laufen über die Stege und dem Anbord- und Vonbordgehen auf dem Arm war von Anfang an kein Problem. Sie hatte keinen regelmäßigen Freilauf, machte aber deswegen keine unzufriedenen Eindruck.
Allerdings mutierte sie während der Reise zum Rudelhund: Entfernte sich einer oder noch schlimmer zwei von uns war sie jedesmal aufs Höchste besorgt. Einmal ist sie deshalb sogar im Schiff die Niedergangstreppe hinaufgesprungen (1.40 m hoch und 1.00 m horizontal)
Es war wunderbar dass sie unterwegs bei uns sein konnte, so war doch die ganze Familie beieinander. Sie wird uns auch weiterhin begleiten und wir können sicher auch noch längere Strecken ins Auge fassen.
Hier eine kleine Fotoauswahl:
Beim Segeln, je nach Schräglage:
Auch als Wachdienst einsetzbar (Du gehst doch nicht weit weg, oder?)




























