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Freitag, 1. August 2008

Whippet - Der perfekte Bordhund

Wir sind zurück von unserer ersten längeren Segeltour mit Naja und sind vollständig begeistert. Ihre ZweiMinus von der Probefahrt wird in eine EinsPlus geändert.
Unterwegs waren wir mit der gut zehn Meter langen und dreieinhalb Meter breiten Bavaria 33 meines Bruders. Für die Nichtsegler sei gesagt, das sich eine Segelyacht dieser Größe in der kurzen Ostseewelle deutlich mehr bewegt als ein PKW bei schneller Serpentinenfahrt und das es beim Segeln unter Deck aufgrund der an den Rumpf schlagenden Wellen zeitweilig auch nicht besonders leise ist.

Naja hat sich unterwegs von ihrer besten Seite gezeigt und hat die Anpassungsfähigkeit des Whippets unter Beweis gestellt.
Wir hatten die meiste Zeit sehr schönes sonniges Wetter mit gutem Wind zum Segeln und haben das auch ausgiebig genutzt. Dabei waren wir bis zu sieben Stunden am Stück unterwegs ohne das dies für Naja ein Problem gewesen wäre. Ihre "Pipi-Intervalle" waren unterwegs eher größer als zuhause, zwölf Stunden waren keine Seltenheit.
Während des Segelns hat sie manchmal unter Deck manchmal auch draussen gelegen und hat bei Schräglage jeweils kurze Zeit nach der Wende die Seite gewechselt um nicht ins Rutschen zu kommen. Am letzten Tag gab es einen Kreuzkurs auf dem wir alle 20 Minuten gewendet haben, da hat sie schon mal etwas genervt aus ihrer Box geschaut.
Wirklich schlafen konnte Naja beim Segeln nicht, meist hat sie nur gedöst und war dann beim Erreichen des Hafens unsagbar müde.
Auch das Hafenleben mit dem Laufen über die Stege und dem Anbord- und Vonbordgehen auf dem Arm war von Anfang an kein Problem. Sie hatte keinen regelmäßigen Freilauf, machte aber deswegen keine unzufriedenen Eindruck.
Allerdings mutierte sie während der Reise zum Rudelhund: Entfernte sich einer oder noch schlimmer zwei von uns war sie jedesmal aufs Höchste besorgt. Einmal ist sie deshalb sogar im Schiff die Niedergangstreppe hinaufgesprungen (1.40 m hoch und 1.00 m horizontal)

Es war wunderbar dass sie unterwegs bei uns sein konnte, so war doch die ganze Familie beieinander. Sie wird uns auch weiterhin begleiten und wir können sicher auch noch längere Strecken ins Auge fassen.

Hier eine kleine Fotoauswahl:

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Beim Segeln, je nach Schräglage:

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Auch als Wachdienst einsetzbar (Du gehst doch nicht weit weg, oder?)

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Montag, 16. Juni 2008

Zwei minus

So lautet Najas Note für das Absolvieren ihres ersten Ostsee-Segelwochenendes.

Freitag

Naja war schon beim Packen aufgeregt dabei. Wir starteten am Freitag am Nachmittag um fünf, wie üblich viel zu spät, Stau gab es trotzdem vor und hinter Hamburg.

Um 20.00 Uhr in Laboe angekommen mussten wir erstmal das Boot in Besitz nehmen und das Gepäck verstauen, Naja hat im Auto gewartet und als sie es nach mittlerweile vier Stunden verließ haben wir sofort die nächste Grünfläche aufgesucht. Aber Pipi war noch nicht notwendig.

Also erstmal dem Hund eine Schwimmweste angezogen und an Bord getragen. Soweit kein Problem und wir haben uns dann weiter eingerichtet.

Um 22.30 Uhr sind alle müde und ich gehe mit Naja an Land, ihre normal Pipi-Zeit. Eine Stunde lang laufe ich im Dunkel alles ab was irgendwie grün ist, dann gehen wir unverrichteter Dinge wieder an Bord. Naja akzeptiert den Schlafplatz in der Box.

Um 03.00 Uhr steht sie auf. Ich will nicht riskieren dass sie ins Boot pinkelt, also gehe ich mit ihr an Land. Nach zwanzig Minuten wird endlich eine Rasenfläche für würdig befunden und ich kann weiterschlafen. Naja richtet sich auf ihrer derzeitigen Lieblingsdecke ein.

Knapp zwölf Stunden hat sie durchgehalten. Eigentlich toll, aber für mich war es irgendwie anstregend....

Samstag

Einigermaßen ausgeschlafen haben wir uns um die Mittagszeit herum bei wechselnden Winden auf den Weg gemacht. Naja sitzt in der Box, die unten im Salon gut gesichert steht.

Nach einer Stunde fängt sie an zu jammern. Es gefällt ihr nicht, dass sie nicht zu uns kann, das hatten wir schon mal während eines Besuches bei Freunden.

Da uns Windrichtung und -stärke nicht zusagen, beschließen wir zu unserem Ausgangspunkt zurückzukehren. Nach insgesamt zwei Stunden Segelzeit, längst in ruhigem Wasser in der Nähe des Hafens, bemerkt Maike dass Naja sich übergibt. Das war wohl das Stück Trockenfleisch vom Vormittag.

Whippets waren offenbar in Laboe bisher unbekannt, wir werden mehrfach angesprochen, noch öfter wird einfach hinterhergeschaut.

Sonntag

Alle bis neun geschlafen, Frühstück daher erst um zehn. Maike entschwindet direkt zu ihrer Freundin auf einem Nachbarschiff. Irgendwann stehen unsere Freunde Claus und Annegret auf dem Steg und laden uns zu drei Uhr zum Kaffee ein. Sie segeln seit vielen Jahren mit Westie "Quiesel", die fährt immer draußen im Cockpit mit.

Aufgrund von ausgiebigem Stegschnack meiner Damen kommen wir erst um eins (!) aus dem Hafen, Naja wieder in der Box. Nach einer Stunde fängt sie an zu jammern und wir holen sie ins Cockpit. Das gefällt ihr besser, trotz zunehmendem Wind, und wir lassen sie dort für den Rest der Fahrt.

Arg verspätet erreichen wir die "Metronom", wo uns leckerer Erdbeerkuchen erwartet. Was tun mit den Hunden? Da keiner der beiden draußen bleiben mag, müssen sie drinnen auf engem Raum miteinander klarkommen. Unsere Zweifel sind umsonst: Naja spielt Quiesel ganz vorsichtig an, die grummelt ein wenig, dann nimmt jeder für sich Platz unter und neben dem Tisch.

Auf dem Heimweg kann sie bei Lars und Astrid im Garten nochmal mit Greta die Beine ganz ausstrecken, die beiden spielen wie immer sehr ausgelassen miteinander.

Montag

Naja ist den ganzen Tag müde, kein Wunder.